Fördern und Überprüfen - Der Aufsichtsrat

Fördern und Überprüfen - Der Aufsichtsrat

„Seit meinem ersten Lebensjahr bin ich Mitglied der WoGe“, erzählt der Aufsichtsratsvorsitzende Torben Wiemken. „Ich bin bei der WoGe aufgewachsen. Mit meinen Eltern habe ich über 20 Jahre in Lehe in der Potsdamer Straße gewohnt.“

Die Aufsichtsräte der WoGe Bremerhaven stehen zu ihrer Genossenschaft. Sie sind, das ist in der Satzung der Wohnungsgenossenschaft festgelegt, Mitglied der WoGe Bremerhaven. Und sie sind es oft schon über Generationen. Das heißt nicht, dass sie die Genossenschaft nicht prüfend in den Blick nehmen. Die Aufgabe des Aufsichtsrates ist es, den Vorstand bei seiner Tätigkeit zu fördern und zu überwachen.

Das hat sich in den 100 Jahren des Bestehens nicht geändert. Im ersten Aufsichtsrat des „Gemeinnützigen Bauvereins Geestemünde Süd“, dem Vorläufer der WoGe Bremerhaven, waren neben einem Dreher und einem Lagerarbeiter auch der Direktor der Klippfischwerke, ein Bürgermeister und ein Bankdirektor vertreten. Die Stadt Geestemünde hat die junge Genossenschaft damals stark unterstützt.

Oben von links sehen Sie: Aufsichtsratsvorsitzender Torben Wiemken, Aufsichtsratsmitglieder Wilfried Duck und Follrich Vietor.

Typisch Bremerhaven, typisch WoGe

„Mein Vater hat bis zu seinem Renteneintritt im Fischereihafen gearbeitet, und mich persönlich hat es ebenfalls viele Jahre zum Wasser gezogen – als Sporttaucher.“ Aufsichtsratsmitglied Wilfried Duck ist von Beruf Polizeibeamter und lebt seit nunmehr 25 Jahren in Geestemünde in einer WoGe-Wohnung. Schon seine Mutter, die Großeltern und die Schwiegereltern haben bei der WoGe Bremerhaven gewohnt, ebenso eine seiner Töchter und eine seiner Schwestern.

Frachtmotorschiff „R. C. RICKMERS“ in der Rickmerswerft in Bremerhaven


Heute steht die Wohnungsgenossenschaft längst auf eigenen Füßen und die Aufsichtsräte von heute sind in ganz unterschiedlichen Berufen tätig. Sie sind als echte Bremerhavener immer noch direkt oder indirekt mit dem Wasser verbunden: So hat der Großvater von Torben Wiemken beim Bau der Hansekogge‚ Ubena von Bremen, mitgewirkt, der von Michaela Krause war Steward beim Norddeutschen Lloyd. Dietmar Kraskes Vater war auf der Rickmers Werft beschäftigt und Dieter Lesch ist Kapitänleutnant. Er war fast zehn Jahre als Techniker auf See.

Aufsichtsratsmitglieder Patricia Schomacker, Gabriele Wiemken, Dietmar Kraske


Vertreterwahl in der Losche 49: Aufsichtsratsmitglieder Patricia Schomacker, Gabriele Wiemken, Dietmar Kraske

Michaela Krause, Dieter Lesch


Michaela Krause ist seit 35 Jahren Mitglied der WoGe Bremerhaven und wohnt seit 1971 in Geestemünde. Sie findet es wichtig, dass die WoGe für faire Mieten und Mietsicherheit sorgt und zugleich Ansprechpartner für alle Fragen und Probleme rund um das Wohnen ist. „Die WoGe fördert darüber hinaus nachbarschaftliches Miteinander und kümmert sich um das Wohnumfeld und bietet Gemeinschaftsräume oder Angebote für ältere Mieter.“


1906 gebaut - Die Wilhelm-Raabe-Schule: Geestemünde eröffnete mit damals nur 4.000 Einwohnern im Jahre 1878 im früheren Gebäude des Amtsgerichts in der Bülowstraße ein von Beginn an gut besuchtes Gymnasium. 1887 wurde hier, erstmals an einer öffentlichen Schule, Englisch als erste Fremdsprache unterrichtet. Mit Erfolg – ein Neubau musste her: 1906 plante Stadtbaumeister Zobel das mehrflügelige Gebäude, in dem die Schule sich noch heute befindet. Seit 2010 steht es unter Denkmalschutz.

15 Jahre, 800.000 Liter und 2.000 Teile - Das Kogge-Riesenpuzzle

1962 wurde sie im Schlick der Weser entdeckt: eine Hansekogge aus dem 14. Jahrhundert. Die „Ubena von Bremen“ ist ihre Nachbildung. Der sensationelle Fund wurde im Deutschen Schifffahrtsmuseum Bremerhaven 16 Stück für Stück (mehr als 2.000 Einzelteile) wieder aufgebaut, vermessen und über einen Zeitraum von 15 Jahren in einem Konservierungsbad für die Nachwelt erhalten. 1987 wurde der gemeinnützige Verein Hanse-Koggewerft e. V. Bremerhaven, mit heutigem Sitz Alter Fährweg 8, gegründet.