„Möchte noch jemand einen Kaffee?“

„Möchte noch jemand einen Kaffee?“

„Wohnungsgesellschaften haben häufig nur den Zustand der Wohnungen und der Bausubstanz im Blick. Die WoGe sieht hingegen auch die Bedeutung eines attraktiven Wohnumfeldes für eine gute Wohnqualität.“

Frank Tietjen


Der Landschaftsplaner Frank Tietjen freut sich, dass die WoGe Bremerhaven seit dem Frühjahr 2016 mit der Grünwerkstatt, die er leitet, zusammenarbeitet. Die Grünwerkstatt gehört zum Förderwerk Bremerhaven, das seit fast 30 Jahren Arbeitsfelder für Langzeitarbeitslose bietet. Das gemeinsame Projekt mit der WoGe Bremerhaven findet in der Wohnanlage Krummenacker/Soltauer Straße in Wulsdorf statt, wo die Gartenanlagen umgestaltet werden. Es ist ein sogenanntes BIWAQ-Projekt, das steht für Bildung, Wirtschaft, Arbeit im Quartier, eine bundesweite Maßnahme, bei der nicht einfach losgelegt wird, sondern viele Schritte mit den Bewohnern zuvor geplant werden. Auf dem Arbeitszettel stehen unter anderem der Bau eines Holzpavillons und eines Bewegungsparcours. Auch sollen Hochbeete und „Naschinseln“ angelegt werden.

Die WoGe übernimmt im Rahmen des BIWAQ-Projektes die Materialkosten, während die Arbeitsleistung der Teilnehmer wie auch Planung und Logistik durch das Bundesprojekt bereitgestellt werden. „Unbezahlbar aber ist die teils rührende Fürsorge“, so Tietjen, mit der die Anwohner die Projekt-Teilnehmer unterstützen. „Es wird Kaffee gebracht, mal ein Frühstück ausgegeben und natürlich der Fortschritt begutachtet. Eine tolle Motivation für unsere Leute.“

Oben sehen Sie eine Gruppe beim Einsatz in der Wohnanlage Krummenacker/Soltauer Straße in Wulsdorf.


Das Förderwerk Bremerhaven GmbH besteht aus drei Abteilungen: dem „Stromspar-Check“, der „Grünwerkstatt“ und der „Mosaikwerkstatt“. Das Unternehmen besteht seit 1989 in der Dieselstraße 5 und arbeitet mit städtischen Ämtern und örtlichen Wohnungsbaugesellschaften zusammen. Es hilft Arbeitslosen, wieder Fuß auf dem ersten Arbeitsmarkt zu fassen.