Staubsaugen für 20 Pfenning die Stunde

Staubsaugen für 20 Pfenning die Stunde

Etwa zehn Jahre vor Gründung der WoGe Bremerhaven, um 1908, ging der erste Staubsauger der Welt unter dem Namen Hoover in den USA in Produktion.

Etwa 15 Jahre später hatte man in Lehe bereits die Idee, den Mitgliedern der Wohnungsgenossenschaft die gemeinschaftliche Nutzung von Staubsaugern zu ermöglichen. 


An der Ecke Bütteler Straße/Fritz-Reuter-Straße befand sich die Geschäftsstelle des Spar- und Bauvereins zu Lehe. Von dort aus wollte man „durch geeignete technische Hilfsmittel“ den Hausfrauen „manche Erleichterung“ bieten. Mitgliederförderung bis ins Detail bedacht! Im Mitteilungsblatt von 1927 steht ganz genau, wie das vor sich gehen sollte: 20 Pfennig in der Stunde waren zu entrichten, ein Staubsauger stand für etwa 15 bis 20 Familien zur Verfügung und es sollten eigens zu diesem Zweck Bezirke eingerichtet werden. Und das Dilemma des „Sharing-Prinzips“ um die Bezahlung hatte man damals auch bereits gelöst: Für die Verwaltung der Staubsauger vor Ort sollte die- oder derjenige einen Obulus erhalten sowie die kostenlose Nutzung des Gerätes. „Staubfrei“, wird es da wohl bald aus den genossenschaftlichen Wohnungen geheißen haben.